22/11/16

Sozialverband VdK informiert

Sozialverband VdK referiert bei der Senioren-Union

Demografie macht „sozialen Paradigmenwechsel“ erforderlich 

Aufgabe der Senioren-Union (SEN) ist es, die Ziele der älteren Generation zu erkennen, zu formulieren und offensiv gegenüber Politik und Gesellschaft zu vertreten. Ein aktuelles Thema – in vielen Foren und Gremien diskutiert – ist derzeit die Alterssicherung, um den Lebensstandard zu erhalten und vor Armut im Alter zu schützen. Um Informationen dazu aus kompetenter Hand zu erhalten, hatte der Kreisverband der Senioren-Union Rosenheim-Stadt, den bundesweit wirkenden „Sozialverband VdK“, der bereits 1945 zuerst als Sozialverband für Kriegsversehrte, Kriegerwitwen und Kriegswaisen gegründet wurde, eingeladen.

Der VdK, mithin einer der dienstältesten und erfahrenen Sozialvereine, zählt heute 1,75 Millionen Mitglieder; in Bayern gehören ihm über 650.000 Mitglieder an. Unter dem Motto: „Zukunft braucht Menschlichkeit“ bietet der VdK eine umfassende Palette sozialer Hilfeleistungen an und wird somit den zeitgemäßen Anforderungen an den „auf dem Prüfstand stehenden Sozialstaat“  gerecht. Die Anforderungen sind:  eine solidarische, sozial gerechte und humane Gesellschaft auf der Basis des Generationsvertrages sicherzustellen.

Marianne Keuschnig -- hiesige VdK-Kreisvorsitzende im VdK-Landesverband Bayern e.V. -- berichtete in einer Power-Point-Präsentation umfassend sowohl über das Aufgabenprofil und Engagement der rund 20.000 ehrenamtlichen VdK-Mitarbeiter/innen an der Basis („vor Ort“) als auch über die Verantwortung der 670 hauptamtlichen VdK-Mitarbeiter/innen. Zahlreiche tiefer greifende, teils auch kritische Fragen „an den Sozialstaat“ hatte Referentin Keuschnik ihrer interessiert lauschenden Zuhörerschaft im kleinen Saal im Gasthof „Höhensteiger“ zu beantworten, wobei erwartungsgemäß die vermutlich „anstehende Wahlkampfthematik“, die auch in der renommierten Bertelsmann-Studie: „Das Risiko für Altersarmut steigt in Deutschland – Umverteilung ist vonnöten“ kommuniziert wird, den Schwerpunkt der auf hohem Niveau stattgefundenen Diskussion bildete.

Aber auch zwei wesentliche Erkenntnisse ergab die Diskussion. Erstens: es gibt momentan viele Fragen, aber nur wenig brauchbare Lösungsansätze; die Rentenfrage gleicht zunehmend der „Quadratur des Kreises“. Positiv ist hingegen die zweite Erkenntnis zu werten, nämlich, dass die Generationen hinsichtlich der Problematik sensibilisiert werden und bemüht sind, mit den Verantwortlichen nach praktikablen Lösungen zu suchen. So gesehen, ist die öffentliche Veranstaltung der Rosenheimer Senioren-Union ein bescheidener Erfolg.

Mit anerkennendem Beifall und einem kleinem Präsent, überreicht von Sieglinde Wunsam (links), SEN-Kreisvorsitzender RO-Stadt, an (rechts) Referentin Marianne Keuschnik, schloss der offizielle Teil der Veranstaltung.                                                    J. Engelhardt  

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